Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe der Stadt (Halle) | Landesweit anerkannter Träger der Jugendhilfe
Ein Schutzengel für Kinder

Mehr zur Eröffnung und zum Hintergrund der beiden Ausstellungen

erstellt am: 25.09.2012 | Kategorie(n): Allgemein, Projekte

Jeder Mensch hat Kräfte und Talente

Gemeinschaft funktioniert nur, wenn wir einander nicht vergessen, sondern aufmerksam auch auf die schauen, die dem Tempo des Fortschritts nicht gewachsen sind und aufgrund ihrer sozialen Herkunft, ihrer Lebensumstände oder ihrer körperlichen Beeinträchtigungen nur schwer ihren Platz in der Gesellschaft finden können. Hier setzt die Arbeit des durch Ehrenamtliche betriebenen Vereins „Ein Schutzengel für Kinder“ ein, der im März 2010 in Halle/Saale gegründet worden ist.

Kerstin Sempert vom Verein betont: „Die Kinder bitten mit ihren Kunstwerken um eine Chance im Leben.“

Die Ausstellung „Träume und Hoffnungen“ zeigt nun Werke von Mädchen und Jungen aus dem Projekt „Seelensteine“ vom Trägerwerk Soziale Dienste in Sachsen-Anhalt e.V., den Landesbildungszentren für Blinde und Sehbehinderte „Hermann von Helmholtz“, für Hörgeschädigte „Albert Klotz“ und für Körperbehinderte sowie vom stationären Wohnen des AWO-Regionalverbands Halle-Merseburg e.V. Landtagsvizepräsidentin Dr. Helga Paschke (DIE LINKE) würdigte die Arbeiten der Kinder und Jugendlichen in ihrer Eröffnungsansprache: „Die Werke zeigen, dass in jedem Menschen Kräfte und Talente schlummern. Sie ermöglichen uns, in die Seelen der jungen Menschen zu blicken und die Politik für dieses Thema zu sensibilisieren.“ Das Wort „Inklusion“ sei schnell gesagt, aber die Landespolitik stehe noch vor großen Herausforderungen und erst am Beginn der Arbeit.

„Zukunftsbilder“ von jungen Flüchtlingen
Landtagsvizepräsident Gerhard Miesterfeldt (SPD) eröffnete die zweite Ausstellung im Landtag – „Zukunftsbilder“. Der in Magdeburg beheimatete Refugium e. V. vertritt die Interessen von Kindern und Jugendlichen, die ohne Begleitung erwachsener Familienangehöriger aus den verschiedensten Ländern der Welt nach Deutschland kommen, weil sie in ihrer Heimat bedroht werden und keine Lebensperspektive für sich erkennen können. Der Verein unterstützt seine „Mündel“ durch eine umfassende Personensorge in allen lebensnotwendigen Bereichen, regelt ausländerrechtliche Angelegenheiten und sensibilisiert die Öffentlichkeit für diese Thematik. Nun zeigt der Refugium e. V. eine Ausstellung, die auf einer Kunstwerkstatt mit jungen, alleinstehenden Flüchtlingen basiert, die im Oktober 2010 in Magdeburg stattgefunden hat. Der Verein, der die Vormundschaft für diese jungen Leute führt, hat sowohl die Kunstwerkstatt als auch die Herstellung der Ausstellungsplakate organisiert. „Manche Bilder begleiten uns ein Leben lang“, sagte Gerhard Miesterfeldt, „daher ist es besonders wichtig, die positiven Zukunftserwartungen auch in positive Bilder umzusetzen. Diese Bilder geben uns die Möglichkeit, den Alltag für eine gewisse Zeit zu entschleunigen und innezuhalten.“ Schirmherr Norbert Bischof, Sozialminister des Landes Sachsen-Anhalt, konnte dies nur bekräftigen: „Die Arbeiten beider Ausstellungen sind ein Trost für die Seele und weisen in eine ganz bestimmte Richtung: Eine lebenswerte Zukunft für alle Menschen.“

Informationen zum Verein:

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